Noch ist sie nicht geschafft, die 30-Days Bookchallenge  , ich gebe aber zu, allmählich bemerke ich einen gewissen Ermüdungseffekt. Besonders bei dieser Aufgabe 20 (und auch die nächste liegt mir so gar nicht, das gleich vorab) kann ich ein gewisses gelangweiltes Gähnen kaum unterdrücken.

Es geht um ein Buch mit einer besonders schönen Gestaltung.

Warum mich das zum Gähnen bringt? Schön gestaltete Bücher sind doch etwas Wunderbares, werdet ihr sagen.

Ja, aber mir geht das Äussere eines Buches wirklich, ganz ehrlich, am Allerwertesten vorbei.

Meistens jedenfalls. Manchmal, wirklich nur manchmal reizt mich die Hardcover Version eines Romans mit Schutzumschlag und Lesebändchen aber doch. Vor kurzem zum Beispiel kaufte ich mir eine gebundene Ausgabe von „Das Geheimnis der schwarzen Dame“ von Arturo Perez-Reverte, obwohl der Roman auch in der billigen Paperback Variante erhältlich gewesen wäre. Ich fand nämlich, die letztgenannte wurde dem Inhalt und vor allem der Stimmung des Romans nicht gerecht.

Das gilt sicher für viele Bücher, dennoch – in der Regel beeinflusst es nicht meine Kaufentscheidung. Diesmal aber eben doch, ich weiss nicht warum. Es geht in der Geschichte um ein altes Bild, das einst übermalt wurde, und dessen Rätsel die junge Restauratorin nur lösen kann, indem sie die Schachpartie, die dargestellt ist, nachspielen lässt. Ich kannte die Story, weil ich den bezaubernden Film „Geheimnisse“ mit der noch viel bezaubernderen Kate Beckinsale gesehen hatte – da konnte ich, als ich das Buch dazu lesen wollte, irgendwie nicht mit der profanen Taschenbuchausgabe vorlieb nehmen.

Aber ansonsten gilt: was zählt, ist der Inhalt. Oder um es mit Bo Diddley zu halten: