Tag 8 der 30-Days Bookchallenge widmet sich einem Buch, das in einer vergangenen Epoche spielt.

Als erstes kam mir „Die Säulen der Erde“ in den Sinn, danach dachte ich an „Sturmhöhe“ und schliesslich fiel mir die „Louisiana-Trilogie“ ein – aber die hebe ich mir auf für die Kategorie „Buchreihen, die du komplett gelesen hast“ Wobei, sind drei Bände schon eine Reihe? Ich muss da noch mal drüber nachdenken, glaube ich.

Schlussendlich jedoch fiel meine Entscheidung auf:

„Roxelane“ von Johannes Tralow

Dieses Buch spielt nicht nur in einer vergangenen Epoche, sondern entstand auch während einer solchen, nämlich zur Zeit des Nationalsozialismus. Insofern man diese Zeit im wissenschaftlichen Sinne als Epoche bezeichnen kann, denn sie war ja – zum Glück – verhältnismässig kurz.

Ich habe mir das Buch besorgt, nachdem ich vor vielen Jahren in Istanbul den Topkapi Palast besichtigt und dort zum ersten Mal von Roxelane gehört hatte.

„Roxelane“ entstand 1942 und ist das erste von vier Büchern einer „Tetralogie“, ach guck, wo wir es gerade von Reihen hatten – hier ist noch eine. Sie beschreibt Aufstieg und Fall des Osmanischen Reiches zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert und startet mit der Geschichte der bekannten Lieblingsfrau Sultan Süleyman I., besser bekannt als „der Prächtige“

Roxelane stammte aus Osteuropa, ihr Geburtsdatum wird zwischen 1500 und 1506 vermutet.  Als junges Mädchen wurde sie von Krimtataren gekidnappt, die sich auf dem Sklavenmarkt von Istanbul ein einträgliches Geschäft erhofften. Das hätte ihnen kaum besser gelingen können, denn Roxelane gelangte in den Harem des Sultans, wo sie zunächst nur eine von vielen war, später dann aber zur Lieblingsfrau Süleymans wurde. Er heiratete sie sogar, denn nein, all diese Haremsfrauen waren keine Ehefrauen. Tatsächlich hatte Süleyman nur eine offizielle Ehefrau, bzw mit Roxelane dann zwei.

Der Roman ist mehr als nur eine spannende Liebesgeschichte – aber er ist duchaus auch das, zugegeben. Nein, er gibt interessante Einblicke ins Innere des Harems und beleuchtet dessen durchaus nicht unwichtige Rolle, bezogen auf die politischen Verhältnisse.

Die Geschichte finde ich absolut faszinierend.

Und den Topkapi Palast übrigens auch.