Die junge Frau war im siebten Monat, sie und ihr Mann freuten sich, wie alle werdenden Eltern, sehr auf ihr Baby.

Er sah die beiden oft engumschlungen durch den Park gehen, miteinander flüstern, lachen, küssen, einfach glücklich sein.

Zum ersten Mal fand er es fragwürdig, was er machte.

Es lag vielleicht daran, dass der Junge am 9. Oktober zur Welt kommen sollte, die Eltern, wie er selbst, grosse Beatles Fans waren, und geplant hatten, das Kind nach John Lennon zu nennen.

Hätte er eine Wahl gehabt, vielleicht hätte er sich anders entschieden.

Aber das Schicksal fragte ihn nicht.

Es hatte auch John Lennons Mörder nicht gefragt.

Die Welt wäre eine bessere, dessen war er sich sicher, wenn jemand damals John Lennons Mörder gestoppt hätte.

Imagine peace, hatte John gesagt.

Er wünschte sich, jemand würde ihn stoppen.

 

 


eine Geschichte für das Projekt abc.etüden, erfunden von Herrn Z.  (der auch die Beitragsbilder zur Verfügung stellt, von mir an dieser Stelle vielen Dank), seit einiger Zeit präsentiert von Christiane von irgendwas ist immer.
Die Aufgabe ist, eine shortest short story, bestehend aus höchstens zehn Sätzen, zu erfinden, in welcher drei vorgegebene Wörter vorkommen müssen.

Macht zahlreich mit, es gibt jede Woche eine frische Wortspende, diese Woche kam sie vom König der Etüden 😉