„Alexaaaa, du blöde Schlampe!!!!“

Es war Sonntag morgen, und ich hatte mich so darauf gefreut, mal wieder richtig ausschlafen zu können.

Statt dessen stand ich quasi im Bett, als ich meine Mitbewohnerin Verena aus der Küche zuerst brüllen, dann Schranktüren knallen und schliesslich Wasserhähne aufdrehen hörte.

Ich beschloss, so zu tun als hätte ich nichts mitbekommen und griff zu Ohropax.

Verena musste gleich zu ihrer Schicht, ganz egal, was für Katastrophen in der Küche passiert waren, und so hoffte ich, innerhalb der nächsten zehn Minuten weiter schlafen zu können.

Allerdings brüllte Verena auf einer Frequenz, gegen die kein Ohropax dieser Welt etwas ausrichten konnte, also stand ich seufzend auf, und ging nachsehen, was denn eigentlich passiert war.

Ich fand Verena auf den Knien, eine Riesenlache Kaffee vom Boden wischend und schloss daraus, dass sie wohl einmal mehr vergessen haben musste, eine Tasse unter unsere Hightech Kaffeemaschine zu stellen.

„Das hat sie mit Absicht gemacht, diese überhebliche Kackbratze mit ihrem bescheuerten blauen Heiligenschein“, schimpfte Verena weiter.

Natürlich hatte es keinen Sinn, ihr mit Argumenten kommen zu wollen, also hielt ich den Mund und atmete erleichtert auf, als sie unter lautem Türenknallen die Wohnung verliess.

Da ich jetzt sowieso nicht mehr einschlafen konnte, machte ich mir einen Kaffee (Nescafe, dabei konnte nichts schiefgehen), betrachtete Alexa dabei nachdenklich und fragte mich, ob sie wirklich so unschuldig war, wie sie tat…..


eine Geschichte für das Projekt abc.etüden, erfunden von Herrn Z.  (der auch die Beitragsbilder zur Verfügung stellt, von mir an dieser Stelle vielen Dank), seit einiger Zeit präsentiert von Christiane von irgendwas ist immer.
Die Aufgabe ist, eine shortest short story, bestehend aus höchstens zehn Sätzen, zu erfinden, in welcher drei vorgegebene Wörter vorkommen müssen.

Macht zahlreich mit, es gibt jede Woche eine frische Wortspende, diese Woche kam sie von Christiane herself 😉